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 Chronik

Drei Tage vor Weihnachten im Jahr 1985 wurde offiziell die Altbadische Vogtei Gresgen gegründet. Die Geschichte der Fasnacht in Gresgen ist allerdings älter und die fastnächtlichen Aktivitäten von uns Gresgern gehen bis Anfang der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Gresgen ist der einzige Zeller Ortsteil, der in der Vergangenheit nicht zum katholischen Vorderösterreich gehörte, sondern unter evangelischer badischer Herrschaft war. In evangelisch geprägten Landesteilen wurde das Feiern von Fasnacht während der Reformation untersagt und lebte später meist nie mehr auf, nur die Buurefasnacht wurde teilweise in verschiedenen Orten durchgeführt.

 

Aber uns Gresger zog es immer wieder an die Fasnacht nach Zell, wo wir gerne am Hemdglunki teilnahmen, uns den Umzug oder das Altwiiberrenne ansahen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Landwirtschaft in Gresgen an Bedeutung und immer mehr Nebenerwerbslandwirte kamen nach Zell, um in den Industriebetrieben zu arbeiten. Hans Fräulin sprach die Arbeiter an und bat sie, am Zeller Umzug mit einem Wagen teilzunehmen. So kam es, dass 1955 erstmals ein Umzugswagen von Gresgen in Zell zu bestaunen war, der auf Anhieb den zweiten Platz eroberte. Seitdem sind wir jedes Jahr wieder am Umzug in Zell dabei. Für den Wagenbau holten wir uns damals den Rat von Zeller „Fasnachtsprofis“ ein, wie Karl Kohlbrenner oder Malermeister Hermann Räuber sen., einem gebürtigen Gresger. Die Teilnahme am Umzug, bzw. das Bauen eines Fasnachtswagens musste finanziert werden, so dass wir uns gezwungen sahen, eine Einnahmequelle zu erschließen. Man entschloss sich, ab Ende der fünfziger Jahre eine Fasnachtszittig zu drucken und im Dorf zu vertreiben und ab 1962 eine Buurefasnachtsveranstaltung in der Sporthalle durchzuführen.

 

Erst 1965 wurde eine Narrenzunft innerhalb des Sportvereins gegründet und am 11. Februar 1965 wurde das erste Präsidium mit Präsident Fritz Schleith an der Spitze gewählt. Mit einer eigenen Narrenzunft, wenn auch als Abteilung des Sportvereins, und einem gewählten Präsidium gab es von nun an einen echten Aufschwung in Sachen Fasnacht. Bereits im gleichen Jahr gingen wir mit einem eigenen Prinzen zum Umzug nach Zell. Albert Grether als Prinz Alberto vom Rümmelesbühl führte uns an. Dass das Prinzenkostüm von der Zeller Fasnachtsgesellschaft ausgeliehen war, zeigt die enge Zusammenarbeit mit den Zeller Fasnächtlern.

 

Der Preismaskenball zur Buurefasnacht entwickelte sich zu einem fastnächtlichen Höhepunkt, an dem neben dem eigenen Präsidium auch das Präsidium der Zeller Fastnachtsgesellschaft und der Zeller Fanfarenzug einmarschierten.

 

1966 veranstalteten wir unseren ersten Zunftabend. Damals half die Fasnachtsgemeinde Paradies noch mit, das Programm auf die Beine zu stellen. Seit 1978 wird in Gresgen ein eigener Hemdglunkiumzug mit anschließendem Glunkiball veranstaltet.

 

Erst im Jahr 1985 beantragten zwölf Mitglieder um den damaligen Präsidenten Werner Tscheulin die Ausgliederung der Narrenzunft aus dem Sportverein, da sich in den Jahren zuvor die Aktivitäten der Narrenzunft immer mehr entwickelten und diese mit den eigentlichen Aufgaben eines Sportvereins nichts zu tun hatten.

 

So kam es am 21. Dezember 1985 zur Gründung der eigenständigen Altbadischen Vogtei. Aus dem bisherigen Präsidenten Werner Tscheulin wurde der Vogt der Altbadischen Vogtei Gresgen. 1994 wurde mit den Gresger Fuhrmanne eine eigene Maskengruppe ins Leben gerufen.

1993 wurde Gerhard Heitzmann als Hürus Gerhard vom Rümmelesbühl der erste Gresger Fasnachtsregent über Zell. Für die Altbadische Vogtei war dies Anlass genug, eine originalgetreue Kopie des Rümmelesbühlturmes direkt an das Haus ihres Hürusses zu bauen. 1997 wurde mit Udo Bauer ein weiterer Gresger Hürus.

 

Die Fasnachtszittig ist noch immer ein fester Bestandteil der Gresger Fasnacht. Sie wird immer am Buurefasnachtssamschtig verkauft.

 

Der Zunftabend, der Glunkiball und der Preismaskenball werden in der Zwischenzeit im neuen Bürgerzentrum Gresgen gefeiert. Ein wichtiger Bestandteil ist die Kinderfasnacht geworden. Am Funkensonntag stellen unsere „Kleinen“ einen eigenen Zunftabend auf die Beine.

 

Traditionell findet an diesem Sonntag auch immer das Scheibenfeuer statt.

 

Respekt das du das alles durchgelesen hast, du musst ein echter Narr sein!

 

 

 

 

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Narrenzunft Gresgen e.V.  |  info@narrenzunft-gresgen.de